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Lohn für
die NS-Zwangsarbeiter.
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Während des 2.
Weltkrieges sind Bürgerinnen und Bürger der von Deutschland
besetzten Länder - vor allem solche aus Osteuropa - in großer
Zahl dazu gezwungen worden, in deutschen Firmen ohne oder nur mit
geringer Bezahlung und meist unter bedrückenden und erniedrigenden
Lebensverhältnissen zu arbeiten. Die aus der Sowjetunion stammenden
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter waren überdies nach
ihrer Rückkehr dem unberechtigten Verdacht der Kollaboration
und neuen Verfolgungen ausgesetzt. Eine Reihe von Initiativen, darunter
auch die Vereinigung »Gegen Vergessen - Für Demokratie«,
sind seit längerer Zeit dafür eingetreten, diesen Frauen
und Männern, deren Zahl sich ständig verringert, eine
Entschädigung zukommen zu lassen. Auch im Bundestag sind von
seiten der damaligen Opposition dazu Anträge gestellt und von
einer fraktionsübergreifenden Mehrheit entsprechende Aufforderungen
an die betroffenen Unternehmen gerichtet worden.
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Die Unternehmen haben
sich diesen Forderungen gegenüber lange ablehnend verhalten.
Erst unter dem wachsenden Druck von Klagen und öffentlichen
Äußerungen - insbesondere in den USA - hat ein Umdenken
begonnen, das bei einigen Firmen auch zu konkreten Schritten geführt
hat. Erfreulicherweise hat sich auch die neue Bundesregierung des
Themas angenommen. Nunmehr gilt es im Interesse der Menschen, die
seit über 50 Jahren eine Anerkennung des ihnen widerfahrenen
Unrechts erwarten, möglichst rasch zu einer umfassenden und
praktikablen Lösung zu gelangen.
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Die vorliegende Broschüre
schildert die Leidensgeschichte der Opfer und die bisherige Entwicklung
der Problematik. Dankenswerterweise enthält sie auch Vorschläge
dafür, was jetzt konkret geschehen sollte. Ich wünsche
ihr deshalb eine weite Verbreitung und insbesondere die Aufmerksamkeit
all derer, die jetzt Entscheidungen zu treffen haben.
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Bonn, Anfang
Februar 1999
Dr. Hans-Jochen Vogel
Vorsitzender »Gegen Vergessen - Für Demokratie«
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