Seit 1990/91 klagen
zwei Gruppen jüdischer Frauen gegen die Bundesrepublik Deutschland
um ihren Sklavenlohn. Diesen alten Damen ist es zu verdanken, daß
das Bundesverfassungsgericht, zwei Landgerichte und ein Oberlandesgericht
die Lohnansprüche grundsätzlich anerkannten. Die Gerichte verwiesen
aber auf die politische und juristische Verantwortung der Regierung
und der Industrie.
Aus Sorge vor einer
juristischen Niederlage vor einem deutschen Gericht lenkten mittlerweile
die Firmen Diehl, Volkswagen und Siemens ein. Sie zahlen jetzt freiwillig
an ihre ehemaligen Zwangsarbeiter und helfen auf diese Weise mit,
der Bundesstiftung den Weg zu ebnen.
Diese Wende gegenüber
den alt gewordenen Nazi-Opfern ist mithin weniger das Resultat jüdisch-amerikanischer
Anwälte und Organisationen, sondern vorneweg erstritten sich einige
überlebende Jüdinnen Schritt für Schritt ihr Recht in Deutschland.
Es ist zu hoffen, daß der jetzt zuständige Bundesgerichtshof in
Karlsruhe den Klägerinnen zum vollen Erfolg verhilft.
Diese Broschüre ist
geschrieben im Respekt vor den Klägerinnen und als Dank für ihre
Rolle als Pioniere im Völkerrecht.