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Im Sommer 1944 kamen
800 aus Ungarn und Polen stammende jüdische Frauen, die bei
der Selektion für arbeitsfähig befunden wurden, aus Auschwitz
nach Bremen. Untergebracht waren sie in einem KZ-Aussenlager in
Obernheide/Stuhr, das verwaltungstechnisch zum KZ Neuengamme gehörte.
Der Bausenator sorgte für die Verpflegung sowohl der SS-Wachmannschaften
als auch der Frauen.
Ihre Aufgabe war die
Beseitigung der Bombentrümmer in der Bremer Innenstadt und
der Aufbau von Behelfswohnheimen. Die
Frauen in ihren Häftlingsuniformen prägten bereits nach
kurzer Zeit das Bild der Bremer Innenstadt.
Gegen Kriegsende machten
die Frauen den Todesmarsch in das Lager Bergen-Belsen. Dort grassierte
der Typhus, was zu einer weiteren Reduzierung der Überlebenden
führte, bis das Lager im Frühjahr 1945 durch die britische
Armee befreit wurde.
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